Wie ich Deutschland lieben lernte

„Wie ich Deutschland lieben lernte.“ Genau darum ging es am Freitagabend bei unserer öffentlichen Versammlung im Ratinger Freizeithaus. Unser alter Freund Serge Menga, Direktkandidat der AfD für die kommende Landtagswahl in NRW,  stellte sein Buch mit genau diesem Titel vor: „Wie ich Deutschland lieben lernte.“  Geboren im Kongo, zusammen mit Vater und Stiefmutter als Kind im Alter von fünf Jahren geflohen nach Frankreich, um dann über Stationen in Belgien, der Schweiz, den Niederlanden schließlich in Deutschland heimisch zu werden.   Jetzt ist er einer von uns. Einer, der sich ebenso wie wir große Sorgen macht um die Zukunft unseres Landes.   Ganz im Gegensatz etwa zum grünen Vizekanzler Habeck: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen und mit Deutschland konnte ich noch nie etwas anfangen.“ Serge bietet das genaue Kontrastprogramm.

Es war bereits sein dritter Besuch in Ratingen, aber diesmal war es etwas anderes: Ernster, nachdenklicher. Er brauchte nicht aus seinem Buch vorzulesen; er kann es aufwendig und so erzählte er die prägenden Stationen: Die frühe Kindheit im Kongo, die Flucht, das Zerbrechen der Familie, der gewalttätige Vater, die kindlichen Erfahrungen auf den verschiedenen Stationen durch Europa, die Ignoranz der Behörden und dann das Ankommen in Deutschland. Serge erzählte jeweils aus der Sicht des Kindes, das er damals war und fesselte damit sein Publikum.  Und dann in Deutschland der öffentliche Durchbruch: Seine wortgewaltige Empörung über die Verbrechen in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln und anderen Großstädten. Das Video wurde millionenfach geteilt und über Nacht war er eine berühmte Persönlichkeit. Der Anruf vom damaligen Vizekanzler Sigmar Gabriel und die Einladung nach Berlin. Und dann die Erkenntnis: Nein, bei dieser SPD kann er nichts bewegen. Seine politische Wahlheimat ist die Alternative für Deutschland. Eine Wahl mit Herz und Verstand. Er möchte, dass Deutschland wieder zu dem Land wird, dass er einst kennen- und lieben gelernt hatte. Für ihn ist es eine Bestimmung, einen Weg, den er gehen muss. – Nach seinem bewegenden Vortrag dauerte es über eine halbe Stunde, bis er alle Wünsche nach Autogrammen und Widmungen in seinem Buch abarbeiten konnte.  Dann gab es Ring frei für Fragen und Diskussionen. Warum tun die da oben, die Regierungspolitiker, uns das an? Serges Vermutung: Die haben eine ganz andere Agenda.

Übrigens: Serge war nicht der einzige AfD-Direktkandidat, den wir an dem Abend bei uns begrüßen durften. Auch Melanie Strobel-Hassan aus Hilden bekam ihren verdienten Applaus. Da gibt es sogar Gemeinsamkeiten: Ebenso wie Serge spricht sie mehrere Sprachen, war auch einige Jahre in Afrika und anderen europäischen Ländern. Beide engagieren sich jeweils auf ihre Weise für das Gemeinwohl: Melanie als Unternehmerin im sozialen Bereich, Serge für sein Projekt im Kongo zu Bekämpfung von Fluchtursachen.

Ich bin überzeugt: Das war nicht der letzte Auftritt. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr von Melanie und Serge erfahren. Wir dürfen gespannt sein.

Blumen als Dankeschön für einen herrlichen Abend!