Ratingen: Ein peinlicher Besuch

Als Vorsitzender der AfD-Fraktion in Ratingen ist mir der Umgang mit den Kollegen der anderen Parteien nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Sind wir uns doch gegenseitig in herzlicher Abneigung verbunden. Die durch Ratsarbeit unabdingbaren gemeinsamen Pflichttermine sind für unsereins fast immer eine quälende Zumutung. Aber manchmal gibt es doch erquickliches: So etwa der prominente Besuch der Delegation aus unserer chinesischen Partnerstadt Huishan am ersten dieses Monates.

Die Ratinger Stadtspitze war augenscheinlich wenig erbaut, als sich diese Stippvisite ankündigte. Gilt doch in diesen Zeiten für deutsche Politiker jeder Kontakt zu China und Chinesen als toxisch, möglicherweise sogar karrieregefährdend. Aber man kann die Partnerstadt ja nicht einfach so ausladen.  Und so wollte der Bürgermeister zunächst die ungeliebte Gastgeberpflicht an seinen ersten Beigeordneten delegieren. Der bat dann mit diesen Worten um parteiübergreifenden Beistand:

im Rahmen einer Europareise stattet eine Delegation unseres chinesischen Partnerdistrikts Huishan auch Ratingen einen kurzen Besuch ab. Ich werde die Gruppe am Samstag, 1. Juni, 16 Uhr in Vertretung des Bürgermeisters im Rathaus begrüßen. Vorgesehen ist, neben einer kurzen Sightseeing-Einlage Rathaus/Marktplatz, ein formeller Gedankenaustausch im Sitzungssaal des Rathauses.

 Die Delegation besteht aus

 Mr.Cheng Song, Mayor of Huishan District People’s Government
Mr.Hua Maobo, Office Director of Huishan District People’s Government
Mr.Shen Weiliang, Deputy Director of Huishan Economic Development Zone Management Committee
Mr.Chen Haibin, Director of the Bureau of Commerce of Huishan District
Mr.Zhang Renhong, Mayor of Luoshe Town, Huishan District
Mr.Zhang Minfeng, Director of Yanqiao Sub-district, Huishan District,

 ist mithin also hochkarätig besetzt. Da Huishan trotz aller aktuellen Turbulenzen im allgemeinen Verhältnis zu China immer noch unsere Partnerstadt ist, würde ich es für protokollarisch angemessen halten, die Begegnung auch von unserer Seite aus adäquat zu gewichten. – Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie mich am Samstag, 1. Juni, durch Ihre Teilnahme entsprechend unterstützen könnten.

Ohne Bedenken sagte ich sofort zu. Einfach aus Neugier, wie das wohl ablaufen würde. – Und so fanden sich am besagten Samstag nach und nach neben dem Bürgermeister die Ratinger Herren (Damen war nicht dabei) auf der überdachten Fläche vor der Rathauskantine ein. Zwischendurch hatte es eine Programmänderung gegeben: „Nach einem Empfang der Delegation um 16 Uhr vor dem Rathaus ab ca. 16:15 Uhr ein gemeinsames Essen in der oberen Etage des „Bürgerhauses“ am Marktplatz“.

Wer aber zunächst nicht kam, das waren unsere Gäste. Der Griff zum Handy: Aha, die Chinesen machen gerade Bekanntschaft mit den deutschen Verkehrsverhältnissen. Der übliche Stau aus Richtung Köln. Es wird noch dauern. Und so nutzte unsere Truppe eine kurze Regenpause um sich schon mal in Richtung Bürgerhaus zu begeben und dort im großen Saal Platz einzunehmen. Dann, endlich, mit etwa einstündiger Verspätung, traf die Delegation ein. Fröhlich und gut gelaunt. Keine Spur von einem steifen protokollarischen Zeremoniell. Die Platzaufteilung am Tisch wurde neu vergeben. Man saß sich gegenüber: Die Ratinger auf der einen, die Gäste auf der anderen Seite. Ich hatte den Vorzug, direkt bei den beiden Damen der chinesischen Delegation zu sitzen. Angenehm: Alle unsere Gäste sprachen akzeptables Englisch; keine Probleme mit der Konversation.  Nach dem höflichen Austausch der gegenseitigen Begrüßungen durch die beiden Bürgermeister, unterstützt durch einen deutschsprachigen Dolmetscher,  gab es erstmal eine Filmvorführung: Huishan stellte sich vor. Die Industrie, die Technik, die Menschen, die Stadt, die Architektur, die Natur.  Dazu als Handout für jeden einen aufwändig gestalteten Prospekt! Alles vom Feinsten und hypermodern. Warum buhlen die überhaupt noch um deutsche Investitionen? Verglichen mit denen sind wir doch Entwicklungsland! Wir können doch bestenfalls von denen profitieren, nicht umgekehrt!

Apropos Profit: Die Gäste hatten Geschenke mitgebracht: Eine aufwändig gestaltete Seidenmalerei für die Stadt sowie für jeden von uns Ratingern einen niedlichen Glücksbringer in einem roten Kästchen. Nett! Die Stimmung am Tisch wurde immer besser. Beherzt griffen auch alle unsere Gäste zum Bierglas; nur der Chauffeur musste sich mit Mineralwasser begnügen. Bier gehöre zu ihren Lieblingsgetränken, so offenbarten sich mir meine Sitznachbarn. Prima, sagte ich, dann könnten sie in München, der nächsten Station auf ihrer Europareise, ja richtig zulangen. Auch Vorfreude gibt gute Laune. Ach ja, vorher hatten die Chinesen auf ihrem Europa-Tripp sowohl Paris als auch Lyon besucht.  Es sei ihre erste Reise nach Europa, erzählten sie mir.  – Inzwischen wurde aufgetischt: Zunächst belegte Schnittchen als Vorspeise. Besorgt erkundigte man sich, ob die Mettbrote wirklich mit rohem Fleisch belegt sind um dann zunächst skeptisch, später aber doch beherzt zuzugreifen. Der Hauptgang wurde rustikal: Gegrillte Schweinshaxe mit Kotelett,  Würsten und Bratkartoffeln.  Erstaunlich: Genau das traf den Geschmack unserer Gäste. Auch das leckerste, nämlich die krustige Schwarte, wurde mit Appetit verzehrt.Die Laune wurde immer besser. Die Chinesen hatten selbstgemachten „Wein“ mitgebracht, „Fiftythree Degree“, wie uns versichert wurde.  Das passte natürlich zum Altbier. Nach asiatischer Sitte gebietet es die reine Höflichkeit mit jedem anzustoßen.  Hier war Durchhaltevermögen gefragt.

Aber die größte Überraschung: Ausnahmslos alle unsere Gäste sind verrückt nach Fußball. Kichernd zeigte die junge Dame neben mir auf ihrem Handy ein Fußballerbild nach dem anderen: Ob ich den oder den kennen? Meist musste ich passen: Fußball ist eben nicht gerade meine ganz große Leidenschaft. Erstaunlicherweise schwärmte meine Sitznachbarin von Jogi Löw. Da konnte ich natürlich wieder mitreden. Zu guter Letzt erzählte sie von ihrer Mutter: Die sei ein ganz großer Fan von Christiano Ronaldo.   Diese Seite chinesischer Leidenschaften war mir bislang verborgen.

Es lag wohl auch am Fußball, dass unsere Gäste um kurz nach acht plötzlich aufbrachen. Denn um neun begann ja das Champions League Spiel Real gegen Borussia. Da wollten sie keinesfalls versäumen und rechtzeitig im Hotel sein. Fast überschwänglich,  schon mit etwas schwerer Zunge, nahm man Abschied voneinander.

Fazit: Ein rundherum erbauliches Erlebnis. Die Gäste aus dem Reich der Mitte hatten sich von ihrer besten Seite gezeigt.  Der Stadt blieb es aber doch peinlich. Erst nach ein paar Tagen kam eine dürre Pressemitteilung. In der Zeitung sucht man bis heute vergebens nach einem Bericht über den Besuch.

Ach so: Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 2026 wurde eine Einladung an unsere Partnerstadt ausgesprochen. Lassen wir uns überraschen.

(Das obige Gruppenbild  wurde vom Dolmetscher der chinesischen Delegation freundlicherweise übermittelt und vom Ersten Beigeordneten Patrick Anders weitergeleitet)

 

Europa neu denken in Ratingen

Ehrlich, ich hatte Bedenken, dass der Vortrag von Prof. Hans Neuhoff zu trocken ausfallen könnte. Professoral eben. Weit gefehlt! Wir hatten den ganzen Abend lang nicht nur eine gewinnbringende, sondern auch unterhaltsame Lehrstunde. Meine Einlage mit dem Schuhplattler, die Hans Neuhoff souverän und gekonnt aufgriff, hätte ich mir als Intro eigentlich sparen können.  Unser Referent ist immerhin Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Und so bekamen wir gleich eine kurze, erheiternde Einführung über die kulturellen und anthropologischen Ursprünge von Rhythmus und Taktgefühl.

 

Aber dann ging es zum eigentlichen Thema, Europa, EU und die Position der AfD. Als erstes räumte Hans Neuhoff auf mit der absurden Unterstellung, dem Lügenmärchen, dass wir als AfD „europafeindlich“ sein sollen. Das Gegenteil ist richtig. Wir können gar nicht gegen unseren eigenen Kontinent sein auf dem wir wohnen. Wir sind ein Teil der europäischen Völkerfamilie mit gemeinsamen Wurzeln, Kultur und Geschichte. Aber die marode EU, die Kommission, die Bürokratie, der ganze Brüsseler Blödsinn, nein, das ist nicht unser Ding. Systematisch im Aufbau, gekonnt und überhaupt nicht professoral bespielte Hans Neuhoff das Thema. Natürlich hat Europa gemeinsame Interessen, die organisatorisch gebündelt werden müssen. Aber bitte nicht so übergriffig und ideologisch indoktriniert wir derzeit. Hans Neuhoff, der auch der Programmkommission unsere Partei angehört, verwies insbesondere auf die Kapitel im Wahlprogramm, die seine Handschrift tragen. Dass der Begriff „Festung Europa“ in unserem Programm besonders betont ist: Das verdanken wir ihm. Autarke Sicherheitspolitik in einer multipolaren Welt: Verblüffend, dass ein Hochschullehrer für Musik auch diese Klaviatur beherrscht.

Ein Blumenstrauß als Dankeschön

Wie üblich gab es im Anschluss viele Fragen; alles wurde erschöpfend behandelt. Kein Zweifel: Das war der Höhepunkt in unserem EU-Wahlkampf in Ratingen. Jeder weiß nun, wo wir stehen. Ganz zum Schluss wurde es privat: Hans Neuhoff freut sich auf dem Umzug nach Brüssel. Nicht nur, um dem diffamierenden, woken Mief der Kölner Universität und seine Bonner Behausung hinter sich zu lassen. Auch seine frankophone Familie freut sich auf die neue Bleibe. Denn Frau und Kinder leiden schwer unter Diskriminierung und Mobbing. Nein, nicht wegen der Hautfarbe. Sondern deswegen, weil der Familienvater sich bei der AfD engagiert.

Unsere Briefaktion: Alles richtig gemacht!

Wenn sich die GEW über uns ärgert, dann haben wir alles richtig gemacht! Das war der Kommentar eines befreundeten Landtagsabgeordneten zu unserer Briefaktion, mit der wir alle Jungwähler in Ratingen angeschrieben hatten. Die Empörung der anderen, die aufheulen wie ein Hund, dem man auf den Schwanz getreten hat, zeigt, dass wir den richtigen Nerv getroffen haben. “Wolf im Schafspelz”, so geifert die GEW. Für diese Gewerkschaft „Erziehung und Wissenschaft“ ist das Attribut „extrem linkslastig“ noch eine gelinde Untertreibung.  Aus der offenen Feindschaft gegen die Alternative für Deutschland macht dieser Verein überhaupt keinen Hehl.

Ich halte es der WAZ wie auch der RP zugute, dass sie wenigstens vor Veröffentlichung mit uns Kontakt aufgenommen hatten. Die WAZ telefonisch, die RP mit einem schriftlichen Fragenkatalog. Lediglich die Internetzeitung „Der Westen“ hat  darauf verzichtet mit uns zu sprechen und sich ausschließlich auf das Lamento einer Frau Ayla Celik, einer angeblichen „Expertin“, verlassen: „Wolf im Schafspelz!“. Dankeschön, Frau Celik, Frau Merz, für dieses hübsche Kompliment! https://www.derwesten.de/region/nrw-afd-briefe-erstwaehler-id300989751.html

Wir haben genau den wunden Punkt getroffen! Denn umgekehrt wird ein Schuh daraus: Nicht wir manipulieren unbedarfte Schüler, das besorgen genau jene Lehrer, welche ihre Ideologie in die Köpfe der Jugendlichen eintrichtern wollen! Kritik? Unerwünscht!

Hier das Elaborat der WAZ: https://www.waz.de/politik/article242497410/Erstwaehler-Brief-Schuert-die-AfD-Misstrauen-gegen-Lehrer.html

Inhaltsgleich mit NRZ: https://www.nrz.de/politik/article242497410/Erstwaehler-Brief-Schuert-die-AfD-Misstrauen-gegen-Lehrer.html

Und hier die Reportage der RP: https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-junge-waehler-erhalten-post-von-afd_aid-114019983

Es war für uns hier in Ratingen tatsächlich ein Kraftakt, über viertausend Briefe zu drucken, mitsamt Flyer einzutüten und dann säuberlich sortiert bei der Post einzuliefern. Gut, wenn man eine Sackkarre im Haushalt hat. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank allen Helfern, die in Wochenendarbeit und Nachtschichten all das geleistet haben!

Zu unserem Anschreiben hatten wir den Flyer der JA beigelegt. Pfiffig gemacht und genau auf die Zielgruppe der jungen Leute ausgerichtet. Logo, dass das keine der Gazetten das abgedruckt hat. Deswegen veröffentlichen wir das hier. Genau an dieser Stelle. Ein herzlicher Dank an die JA, welche uns diese hübsche Beilage kostenlos zur Verfügung stellte!

Die einzelnen Reaktionen von Eltern und Schülern, die uns erreichten, veröffentlichen wir bei nächster Gelegenheit. Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße, Ihr  Bernd Ulrich

Unsere Infostände am Markt

Korruption! Das war das beherrschende Thema unseres letzten Infostandes am Ratinger Markt. Genauer gesagt: Der unglaubliche Skandal, dass Politiker von CDU und SPD tatsächlich hundertfach Aufenthaltsrechte an reiche Chinesen und Araber verscherbelt haben und dabei Millionen Euros an Bestechungsgeldern kassierten. Damit das Ganze auch wirklich gut geschmiert läuft,  fielen auch noch einige zigtausende Euros an Parteispenden ab für die Genossen der SPD und Parteigänger der  CDU.  Einer der prominenten Profiteure: Herr Innenminister Reul, der sonst gerne den Saubermann mimt. Er hat sich zwar öfters mit den Ganoven getroffen, will aber von alledem keine Ahnung gehabt haben. Nein, es handelt sich nicht um bloße Verdächtigungen und Mutmaßungen; die Herrschaften sitzen tatsächlich in U-Haft! Es gab in dem Zusammenhang über 200 (in Worten: zweihundert) Hausdurchsuchungen. Nachzulesen hier:  https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2024/schleuserbande-jetzt-geraet-auch-reul-in-den-cdu-spendensumpf/

Sogar im ZDF gab es dazu eine Randnotiz, angereichert und gewürzt mit schlüpfrigen Rotlichtgeschichten: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/pascha-bordell-china-spion-schleuser-koeln-100.html

Warum das Ganze? Nun, seit Wochen stänkern Altparteien und die mit Ihnen verbündete Presse mitten im EU-Wahlkampf gegen unsere Kandidaten. Da ist von China-Connections die Rede und angebliche Bestechung und Spionage durch Russen und Chinesen. Handfeste Beweise? Bislang Fehlanzeige! Aber das Kalkül ist ja offensichtlich: Irgendwas wird in dem medialen Trommelfeuer gegen die Repräsentanten der AfD schon hängenbleiben. Hingegen finden sich die Nachrichten über den tatsächlichen Skandal des Ausverkaufs von deutschen Aufenthaltsrechten nur ganz sparsam im Kleingedruckten der Gazetten. Da platze uns der Kragen: Verdammt nochmal, hier müssen doch mal die Verhältnisse ins rechte Licht gerückt werden! Der Erfolg am Samstag gab uns recht: Ungläubig starrten nicht nur rot-grüne Parteigänger auf unsere Infotafeln. Manche weigerten sich schlichtweg, die Wahrheit zur Kenntnis zu nehmen. Aber so ist es nun mal: Gier frisst Anstand und Skrupel. Ein kleines Trostpflaster: Die reichen Chinesen und Araber werden vermutlich dem deutschen Sozialstaat nicht so schnell zur Last fallen.

Eine Woche zuvor war unser Stand ganz auf unser EU-Wahlprogramm ausgerichtet. Eine Attraktion in der Fußgängerzone; boten die übrigen Parteien doch nur die üblichen abgestandenen Floskeln. Bei uns hingegen fanden die Interessierten Substanz: Das komplette EU-Wahlprogramm der AfD in ansprechender Broschüre. Zudem sorgte Dirk mit seinem Akkordeon wiederum für gute Laune: Eine kleine Anekdote: Ab und zu watschelten einige Figuren demonstrativ mit einem roten Zettel „Rote Karte für Nazis“ an unserem Stand vorbei. Das Pamphlet war denen von der bunten Truppe weiter abwärts in die Hand gedrückt worden. Wir nahmen das mit Humor. Schließlich haben wir nicht den geringsten Grund uns angesprochen zu fühlen. Im Gegenteil: Die anderen befleißigen sich der Methoden, wie wir sie aus dunkler Zeit kennen. Mancher hat dann auch nach kurzer Ansprache den Wisch gleich in dem von uns bereitgestellten Müllkarton entsorgt. Ein Wermutstropfen: Die Rot-Grünen hatten das Pamphlet tatsächlich laminiert.  Also Sondermüll und somit das genaue Gegenteil von praktiziertem Umweltschutz.  Aber so kennen wir diese Spezies: Wasser predigen und Champagner trinken.  Fazit am Ende des Tages: Ein schöner Erfolg! Es hat Spaß gemacht! Ein herzliches Dankeschön an alle!

 

Offener Brief an den UVR (Unternehmensverband Ratingen)

AfD-Bashing ist angesagt bei Vereinen, Interessen- und Lobbygruppen, die sich bei den gegenwärtig tonangebenden Altparteien einschmeicheln wollen. Das Einprügeln auf die missliebige Opposition gibt Sympathiepunkte bei den aktuellen Machthabern. Diese wiederum wissen diese Art von Ergebenheitsadressen besonders vor Wahlen zu schätzen.

Bedauerlicherweise macht auch der UVR in Ratingen diesbezüglich keine Ausnahme, sondern reiht sich ein in diesen Reigen.  In seinem Rundbrief  Nr. 28 legt sich der UVR mächtig gegen die AfD ins Zeug. Nicht nur das: Die Schmähung wurde in wesentlichen Teilen auch im Lokalteil der RP abgedruckt.

Dies veranlasste mich schon vor Tagen zur Abfassung eines Schreibens an die Geschäftsführung des UVR. Der nachfolgende Text ging dem UVR vor einer Woche sowohl per E-Mail als auch per Briefpost zu. Bislang ohne Antwort.

Hier nun der Text:

Betr.: UVR-Newsletter 28

Sehr geehrter Herr Dr. Mauersberger,

 mit Befremden haben wir die gegen die AfD gerichteten Spitzen in Ihrer neuesten Ausgabe des UVR-Newsletters zur Kenntnis genommen. Sind sie der blanken Unkenntnis des AfD-Wahlprogrammes geschuldet oder handelt es sich um eine Gefälligkeitsgeste gegenüber den derzeit in Ratingen tonangebenden Parteien? Wie auch immer: Ich hätte mir gewünscht, Sie hätten vor Veröffentlichung das Gespräch mit mir als Sprecher des Stadtverbandes und der Fraktion gesucht.

Zunächst: Herr Tünkers hat zu Recht in der Ausgabe der Rheinischen Post vom 6. Mai die düstere Lage auch in unserer Stadt beklagt. Mit der Schließung des Marienkrankenhauses endet die mehrhundertjährige Tradition der stationären Krankenpflege in Ratingen. Das ist aber nur ein Aspekt von vielen unter der polemischen Überschrift „Stirbt Ratingen langsam?“.  Wohlgemerkt: Nicht wir als Oppositionspartei sind schuld an der desolaten Lage in unserem Land, welche Firmen in die Insolvenz und qualifizierte Fachkräfte ins Exil treibt. Dafür verantwortlich sind die aktuelle Ampelregierung sowie ihre jeweiligen Vorgänger. Und über die überbordende EU-Bürokratie, welche sich wie Mehltau über das Land legt, wissen Sie vermutlich besser Bescheid als unsereins. Nur ein Stichwort: Lieferkettengesetz.

Im Folgenden beziehe ich mich auf Aussagen in unserem Europawahlprogramm, das ich Ihnen hiermit als beigelegte Anlage zukommen lasse.

Wir weisen den Vorwurf der „Europafeindlichkeit“ ganz entschieden zurück. Wir sind keineswegs feindlich eingestellt zu unseren Nachbarländern auf diesem Kontinent, mit denen uns eine gemeinsame christlich-jüdisch geprägte Kulturgeschichte eint.  

Die AfD bekennt sich ausdrücklich zur Freizügigkeit des Warenverkehrs, der Dienstleistungen und der Arbeitnehmerfreizügigkeit in einem Bund europäischer Nationen. Siehe Seite 11 des Wahlprogramms: Wir bekennen uns zur Sozialen Marktwirtschaft, zum gemeinsamen Markt, der Zollunion und einer gemeinsamen Handelspolitik. Die Gemeinschaft gewährleistet den uneingeschränkten wechselseitigen Marktzugang.  Im Podcast von Herrn Hähnel, der in Ihrem Newsletter eingebettet ist, wird bedauerlicherweise das genaue Gegenteil suggeriert.

 EU-Parlament: Die Zuschreibung „undemokratisch“, die sie anprangern, hat ihre Richtigkeit. Denn das Stimmgewicht der Wähler in den Entsendestaaten ist ungleich verteilt. Ein Wähler in Malta oder etwa Zypern hat ein mehrfaches Stimmengewicht gegenüber einem deutschen Staatsbürger. Das urdemokratische Prinzip: „One man, one vote“ ist in Brüssel wie in Straßburg außer Kraft gesetzt. 

Zur Politik der EZB: ES ist für jedermann offensichtlich, dass die EZB ganz massiv die eigentlich verbotene Staatsfinanzierung betreibt. Das ist ein eklatanter Bruch geschlossener Verträge und Versprechungen. Nicht nur das: Mit der überproportional hohen Beteiligung der Bundesrepublik an den Verbindlichkeiten haftet inzwischen Deutschland für die Schulden anderer Länder.  

Ich will nicht weiter eingehen auf die gegen Spitzenkandidaten lancierten Kampagnen, die Sie ungeprüft übernommen haben. Nur so viel: Der angebliche chinesische Spion im Büro Krah war ein bei deutschen Geheimdiensten ein seit längerer Zeit wohlbekannter Doppelagent und erhielt trotz dieser Kenntnis die deutsche Staatsbürgerschaft und Zugang zum EU-Parlament. Bei Bystron ist es bislang bei Unterstellungen geblieben, obwohl vor Wochen gleichzeitig acht Hausdurchsuchungen mit siebzehn Staatsanwälten und siebzig Polizeibeamten bei ihm und nahestehenden Personen durchgeführt wurden. Wären dort handfeste Beweise gefunden worden, dann hätten die Medien längst Kenntnis davon und dies als Enthüllungen zu Markte getragen. Nebenbei: Noch vor Ankunft des Durchsuchungskommandos hatte das ZDF bereits seine Kameras vor dem Wohnhaus Bystrons in Stellung gebracht.  

Zu guter Letzt: Die alte EWG, wie sie bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts bestand, war zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Von dem ideologiebeladenen Konstrukt EU kann dies leider nicht guten Gewissens behauptet werden. Dabei gibt es durchaus Beispiele, in denen europäische Zusammenarbeit reibungslos funktioniert: Etwa die ESA (European Space Agency) oder CERN (European Organization for Nuclear Research) Das Erfolgsrezept: Die Politik hält sich aus beiden heraus. In beiden Organisationen sind übrigens die Nicht-EU-Länder Norwegen, Schweiz und das Vereinigte Königreich nach wir vor aktiv tätige und zahlende Mitglieder. Niemand würde diesen Ländern „Europafeindlichkeit“ zum Vorwurf machen.

Sehr geehrter Herr Mauersberger, sehr geehrte Mitglieder des UVR, wir wünschen uns für die Zukunft einen unbefangenen Umgang mit der Alternative für Deutschland. Wir als Partei stehen für liberale Grundsätze, sowohl in der Wirtschafts- als auch in der Gesellschaftspolitik. Wir lehnen jede Art von Kollektivismus ab.  

Am 4. Juni empfangen wir in Ratingen Prof. Dr. Hans Neuhoff. Mit dem AfD-Listenplatz Nr. 8 ist ihm ein sicherer Einzug in das künftige EU-Parlament garantiert. Sie sind gerne eingeladen, mit ihm und mit uns zu diskutieren. Die Einladung liegt diesem Schreiben bei. 

Mit freundlichen Grüßen

         Bernd Ulrich, Sprecher des AfD-Stadtverbandes Ratingen

Renner in Ratingen

 

Das ist der Renner! Dieses Bonmot konnte ich mir nicht verkneifen, als wir am 8. Mai Martin Renner, einen der Gründervater der Alternative für Deutschland, bei uns zu Gast hatten. Im Sinne Martin Renners sage ich ganz bewusst Alternative für Deutschland und nicht das bekannte Kürzel AfD.

Der 8. Mai, ein historischer Tag. Wir hatten uns dieses Veranstaltungsdatum nicht ausgesucht; es war schlichtweg ein freier Termin für unseren Veranstaltungsort. Aber wenn wir schon an einen solchen Tag zusammenkommen, dann gedenken wir auch des historischen 8. Mai 1945. Kein Grund zum Feiern, sondern ein Tag der stillen Einkehr und der Erinnerung der zahllosen Opfer, auch jener, deren Schicksal sich erst nach dem 8. Mai 1945 erfüllte.

Aber nun zum eigentlichen Programm: Zeitenwende, Wendezeit. Martin Renner ist für uns in Ratingen kein unbekannter. Wir hatten ihn schon vor Jahren als Redner im Freizeithaus zu Gast. Aber diesmal war der Andrang ungleich größer. Gut, dass wir den großen Veranstaltungssaal hatten, bestuhlt bis zum Podium. Lag es daran, dass Martin Renner inzwischen bereits in der zweiten Legislaturperiode unsere Interessen als Abgeordneter vertritt? Oder daran, dass er jüngst auf dem Landesparteitag zum Ehrenvorsitzenden der NRW-AfD gewählt wurde? Oder an dem aktiven Präsenz in seinem Internetauftritt: https://www.martin-e-renner.de/ ? Vermutlich war es etwas von allen. Jedenfalls war der freundliche Empfang auch so etwas wie ein Geburtstagsgeschenk für ihn, der wenige Tage zuvor, nämlich am 5. Mai, seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Um es vorwegzunehmen: Nahezu alle Zuhörer blieben bis zum Schluss um ca. 22 Uhr. So lange hatten wir noch im FZH überzogen. Ein Beweis für den großen Anklang, den Martins Worte bei seiner Zuhörerschaft fanden

Patriotismus: Für Martin Renner kein ungeliebtes Fremdwort, sondern eine innere Lebenseinstellung. Er liebt Deutschland. Und so war der Film, den er uns als Vorspann zu Intro zu seinem Vortrag zeigte, eine einzige Liebeserklärung an unser Land, seine Menschen, unsere Heimat, unsere Kultur, unsere Wissenschaft, unsere Geschichte. Wobei die schicksalhaften Schattenseiten keineswegs ausgespart wurden. – Umso befremdlicher, wie unsere schwarz-rot-grünen Regierungen nun alles daransetzen, das Deutschland, so wie wir es kennen, abzuschaffen. Der mit dem Begriff „Vaterlandsliebe“ induzierte Brechreiz unseres derzeitigen grünen Vizekanzlers und Außenministers ist so notorisch, dass er an dieser Stelle in seinem vulgären Originaljargon nicht wörtlich wiederholt werden muss.

Und damit kommen wir zum Kernthema des Vortrages von Martin Renner: „Warum agieren unsere Politiker in der Regierungsverantwortung so gegen die originären Interessen des deutschen Volkes? Warum tun die das?“ Nicht leicht zu beantworten. Martin Renner holte weit aus über Kulturmarxismus, Frankfurter Schule, linkes Sendungsbewusstsein, Fanatismus und das Instrumentarium der politischen Zersetzung, wie es bereits Lenin seinen Gefolgsleuten eingetrichtert hatte. –  Wir erwarten in naher Zukunft eine Aufzeichnung der wichtigsten Passagen seines Vortrages, die wir dann an dieser Stelle veröffentlichen.  Daher will ich an dieser Stelle nicht zu weit vorgreifen.  Trotz aller Widrigkeiten bleibt die Zuversicht, zitiert als Schlusswort von Martin Renner nach Hölderlin: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“

Hier zur Aufzeichnung des Abends: https://www.youtube.com/watch?v=K3gRIMAFzaE

Martin, ganz herzlichen Dank für Deinen wunderbaren Vortrag!  Der Beifall des Publikums hat Dir gezeigt: Die Botschaft ist angekommen!

Unser Muttertagsstand am Ratinger Marktplatz

Selten hatten wir eine so gelöste, heitere Stimmung bei einem Ratinger Infostand wie letzten Samstag anlässlich des bevorstehenden Muttertages. Das lag nicht allein am sonnigen Wetter, einer vielköpfigen, prima harmoniereden Standbesetzung oder an unserem reichlich gedeckten Gabentisch für Mütter jeden Alters. Nein, es war das uns freundlich gesonnene Ratinger Publikum, das vielfach unbefangenes Interesse zeigte an unserem Infomaterial und das persönliche Gespräch mit uns suchte.  Die dezente musikalische Begleitung durch Dirk aus Düsseldorf mit seinem Schifferklavier tat ein Übriges zur guten Laune. Dabei hatten wir uns durchaus Zeit gelassen mit dem Aufbau unserer Utensilien auf der Oberstraße. Denn die Nervensägen von Antifa mitsamt Anhang, Piratenpartei und Grünen hatten sich schon zuvor am Marktplatz raumgreifend eingerichtet. Auf deren ungehobelte und übergriffige Nachbarschaft legen wir nun absolut keinen Wert. Diese Clique bleibt besser unter sich und bespaßt ihre eigene Gefolgschaft.

 

Wir waren recht gut mit Infomaterial zur bevorstehenden EU-Wahl bestückt. Aber erstaunlicherweise ging auch unser Flyer „10 Punkte für Deutschland: Sofortprogramm einer AfD-geführten Bundesregierung“ weg wie geschnitten Brot so dass wir schon zur Halbzeit blank waren. Umso mehr zählte dann das persönliche Gespräch. Erstaunlicherweise sprach niemand den Correctiv-Skandal oder die jüngsten Anwürfe gegen unsere Spitzenkandidaten zur EU-Wahl an. Wer mit klarem Verstand durchblickt, der durchschaut das immer gleiche Strickmuster, mit dem sich das Altparteienkartell an der Macht festklammert.

So kurz nach zwölf waren dann die letzten Rosen, Schokotäfelchen und Pikkolos an den Mann oder besser als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung an die Frau gebracht worden. Die unübersehbare Botschaft: “Die AfD zeigt Flagge, gerade hier in Ratingen!“

Ach ja, kurz vor Schluss kam eine Frau, so ungefähr in meinem Alter, zu uns an den Stand. Sie wollte „Nazis die rote Karte“ zeigen und fragte nach selbigen. Aber konnte ihr wirklich nicht weiterhelfen. Mir persönlich sind nämlich keine Nazis in Ratingen bekannt. Und so zog sie unverrichteter Dinge wieder ab.

 

Fazit: Schön war’s! Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die am Samstag fleißig mitgeholfen haben!

Herzlichst, Ihr Bernd Ulrich

Ratinger Lückenpresse: Kein Mitleid mit St. Marien

Man sollte meinen, dass die Nachricht von der Insolvenz und baldigen Schließung des St. Marienkrankenhauses in Ratingen wie eine Bombe in den Lokalredaktionen einschlagen würde und sich dann wie ein Lauffeuer im Blätterwald ausbreitet. Weit gefehlt! Die schon am 4. April bekannt gewordene böse Botschaft von der Insolvenz und bevorstehenden Schließung wurde im Ratinger Wochenblatt vom 6. April mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt! Die bildhafte Darstellung einer Komödiantin mit dem Untertitel „Hinterm Höhepunkt geht’s  weiter“ schien den Machern dieses Blättchens wohl ungleich wichtiger:

Erst eine Woche später, am 13. April, fand sich ganz versteckt in der linken Ecke des Roten Punktes (Nomen est omen) ein dezenter Hinweis. Die Vorschau auf eine Autoausstellung hatte unübersehbar Vorrang. Wer allerdings den Text lesen wollte, der musste schon ein Smartphone mit Kamera und Internetanschluss zücken um sich dann mittels QR-Code den Zugang zum Geschriebenen auf seinem Handy-Bildschirm zu verschaffen.  Umständlicher geht’s nimmer:

Wenige Tage später unternahmen in einer spektakulären Aktion vier leitende Oberärzte einen letzten verzweifelten Rettungsversuch. Mit drastischen Beispielen machten sie auf vier Seiten den Adressaten unmissverständlich klar, was die Schließung des Krankenhauses für die Ratinger Bevölkerung bedeutet. Neben den Spitzen von Politik und Verwaltung wurde der vollständige Text auch dem Wochenblatt zugeleitet. Reaktion der Redaktion in der Folgeausgabe am 20. April: Null, nichts, gar nichts! Nicht eine einzige Silbe! Der aufrüttelnde Brandbrief wurde einfach unterschlagen!Es müsste nun auch dem Gutgläubigsten klar sein: Hier in Ratingen machen Presse und Politprominenz gemeinsame Sache. Und für die ist das Schicksal des St. Marien Krankenhauses längst abgehakt. Man spricht einfach nicht mehr darüber. Man wünscht sich ein Begräbnis in aller Stille.

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Der Kampf um das Marienkrankenhaus

Wenn Stadtspitze und die sie tragenden “Demokratischen Fraktionen” gehofft hatten, nach ein paar halbherzigen Lippenbekenntnissen das Ratinger Krankenhaus in aller Stille einfach so beerdigen zu können, dann sehen sie sich nun getäuscht. Die Rechnung ging nicht auf. Nachdem der WDR als auch Radio Neandertal bereits darüber berichtet hatten, bequemte sich auch die Rheinische Post, dem Brandbrief der Oberärzte in einen Beitrag zu erwähnen.  Hier der Wortlaut des Schreibens:

Wir, die Unterzeichnenden des folgenden Briefes, sind leitende Oberärzte der Inneren Medizin, der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Anästhesie und Intensivmedizin und der Unfallchirurgie des Sankt Marienkrankenhauses in Ratingen. Das Haus als alleiniger Notfall- und Akutversorger der Stadt Ratingen findet sich aktuell in einer Situation, die es aus unserer Sicht zwingend erfordert, uns auf dieser Art und Weise zu Wort zu melden.

Seit dem letzten Donnerstag dem 04.04.2024, steht nun fest, dass das seit dem Januar laufende Schutzschirmverfahren in Eigenverantwortung durch die Geschäftsführung zu keinem Abschluss geführt hat. Ein Investor konnte nicht gefunden werden, so dass nun die Insolvenz, zurzeit noch in Eigenverantwortung, durch das Amtsgericht angeordnet worden ist. Das bedeutet nun, dass das Sankt Marienkrankenhaus in Ratingen nur noch einige Wochen, maximal jedoch einige Monate die Grund- und Regelversorgung, insbesondere die Notfall Versorgung der Bevölkerung der Stadt Ratingen mit knapp 90.000 Einwohnern nicht mehr gewährleisten kann. Die Versorgungssituation in einem Landkreis mit 485000 Einwohnern und dann lediglich Einheiten in Velbert, Mettmann und Hilden/Langenfeld und ohne eine Klinik der Maximalversorgung, ist auch im Vergleich zu anderen Kreisen und Städten in Deutschland als kritisch zu beschreiben. Stand 2021 gab es noch 2397 Betten im Kreis ( 4,85 / 1000 Einwohner). Zum Vergleich: NRW-weit waren es 6,67 / 1000 Einwohner, deutschlandweit 7,8 / 1000. Seitdem sind bereits 217 Betten in Haan abgebaut worden. Ohne die Betten des Sankt Marienkrankenhauses ( bisher 191 ), fällt der ohnehin schwache Wert noch deutlich weiter. Unter Berücksichtigung der Größe dieser Stadt ist dies deutschlandweit ein trauriges und alarmierendes Alleinstellungsmerkmal, welches sicher nicht im Sinne der Beteiligten erstrebenswert sein kann.

Der bisherige Träger zeichnet sich in Bezug auf den Krankenhausbetrieb in Ratingen durch das konsequente Einhalten intransparenter Entscheidungen, begleitet von einem dröhnenden Schweigen aus. Hier scheint der eigentliche Fokus auf dem Strukturenprozess im Bereich der Seniorenheime zu liegen, für die offenbar eine gesonderte Fortbestandsregelung gefunden werden konnte.

Wir können leider keine verantwortliche Reaktion des Trägers in Bezug auf die Krankenversorgung der Bevölkerung erkennen. Es fehlt der Willen und die Kraft sich für den Erhalt des Hauses stark zu machen. Gleichzeitig haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass wohl auch dogmatische Bedenken Lösungen im Wege gestanden haben, Investoren zuzulassen.

Die Tragweite der Situation scheint den Verantwortlichen nicht vollumfänglich klar zu sein. Knapp 20000 ambulante und 7000 stationäre Patientenkontakte werden pro Jahr von der Einrichtung behandelt. Dazu kommen über 5500 Anfahrten von Kranken- und Rettungswagen, sowie mehr als 3500 Operationen. Hiervon sind nur wenige Patienten, die das Haus elektiv aufsuchen, die überwiegende Anzahl der Fälle sind akute Notfälle. Diese können nicht nur die Gesundheit der Patienten beeinträchtigen, sondern können auch eine akute Lebensgefahr bedeuten.

Akut auftretende Probleme wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Durchblutungsstörungen von Herz, Gehirn und lebenswichtigen Organen, Lungenentzündungen, akute Atemnot, akute Entzündungen des Magen-Darm-Traktes (Blinddarm-, Gallenblasen-, Dickdarm- und Bauchfellentzündung), Bewusstseinsstörungen, Vergiftungen sowie Unfälle mit Frakturen, Luxationen und Blutungen in Organe oder das Gehirn stellen die täglichen Herausforderungen dar, die wir bisher versorgt haben. Es gibt alleine auf dem Stadtgebiet 10 Alten- und Pflegeheime, deren Bewohner auf die ortsnahe Versorgung angewiesen sind. Das waren im letzten Jahr mehr als 1000 Fälle in unserer Einrichtung.

Es ist völlig unverständlich anzunehmen, dass die bisherige Versorgungsqualität ohne das schnell zu erreichende Krankenhaus für die Bevölkerung in gleicher Weise erhalten werden kann. Die umliegenden Kliniken, die sich um diese Notfälle in Zukunft kümmern sollen, sind in der Regel ebenso ausgelastet wie unser Haus. D.h. hier kommt es im Zweifelsfalle zu Situationen in denen eine Behandlung verzögert oder verspätet, zulasten der Gesundheit des Patienten erfolgen wird. Dies gilt im Übrigen auch für den kassenärztlichen Notfalldient und für die Kinderärztliche Notfall-Praxis, die bisher auf dem Gelände des Hauses stationiert ist.

Wir erleben es mittlerweile täglich, dass wir kapazitätsbedingt Patienten aus anderen Häusern versorgen oder in andere Häuser verlegen müssen, weil entweder Personal oder Betten im primär aufnehmenden Krankenhaus fehlen.
Das auch die aktuellen Kapazitäten des Rettungsdienstes für einen derartigen Patiententourismus nicht ausreichen und zudem beim Wegfall des Krankenhauses Fahrzeuge und Personal nicht in adäquatem Umfang vorhanden sind, führt zu einer Verschärfung der Situation. Zu den zu erwartenden Mehrfahrten kommen dann noch längere An- und Rückfahrtswege und Wartezeiten in den Kliniken hinzu, die den Versorgungspool zusätzlich belasten.

Besonders tragisch ist es aus unserer Sicht, dass im Gesundheitssystem nicht etwa medizinische Parameter als Indikator herangezogen werden, um Einrichtungen in ihrem Bestand zu bewerten. Es sind rein betriebswirtschaftliche Gründe dies zu tun. So auch in unserem Falle. Die Akutversorgung von Patienten wird absolut unzureichend vergütet, so das insbesondere Häuser, die sich an der Akutversorgung beteiligen unter immensen Druck geraten, während sich andere Einrichtungen, die diese teure Versorgungsform nicht anbieten, im aktuellen Vergütungssystem Wege finden Gewinne abzuschöpfen.

Die körperliche und geistige Unversehrtheit der Menschen ist ein Grundrecht, welches aus unserer Sicht in einer Gesundheitsfürsorgepflicht von Seiten des Staates mündet. „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.” Art. 2 GG. Wir sehen daher die Politik in der Pflicht dieser Verantwortung voll nachzukommen und zu verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ratingen in Zukunft in einem Notfall ihre Gesundheit gefährden oder ihr Leben verlieren.

Wir rufen daher die Verantwortlichen der Stadt, des Kreises, des Landes und nicht zuletzt die katholische Kirche als Träger des Hauses mit dem oberstem Dienstherrn, dem Erzbischof von Köln, dringend dazu auf, sich an einen runden Tisch zu setzen, um eine Weiterführung des Betriebes ergebnisoffen zu diskutieren und zu ermöglichen. Wir werden jederzeit bereit sein, diesen Prozess zu unterstützen.

Ende des Textes. Als Ratsfraktion hatten wir mehrfach über das städtische Trauerspiel berichtet: https://afd-ratingen.de/marienkrankenhaus-klatsche-fuer-den-buergermeister 

Trauer um das Marienkrankenhaus

Wir können nur hoffen, dass dieser letzte verzweifelte Versuch bei den Verantwortlichen noch etwas bewirken möge. Wir, als kleine Fraktion mit gerade mal drei Mitgliedern im siebzigköpfigen Stadtrat vertreten,  tun unser möglichstes, werden aber immer wieder von den “demokratischen Parteien” ausgebremst.

 

 

13. März: Bildung in Ratingen

Der Vortragsabend am Mittwoch, dem 13. März in Ratingen  war zweifellos eine Sternstunde. Bildung! Wir hatten gleich zwei politische Schwergewichte eingeladen: Unseren jugendlichen Landtagsabgeordneten Carlo Clemens, ehedem bildungspolitischer Sprecher und derzeit Mitglied im Bundesvorstand der AfD. Und dann unseren ehemaligen Landesvorsitzenden Helmut Seifen, MdL in der vergangenen Landtagsperiode; ebenfalls bildungspolitischer Sprecher, Oberstudiendirektor a.D., einstiger Gymnasialdirektor; ein versierter Mann der pädagogischen Praxis. Er ist zudem stellvertretender Vorsitzender der Desiderius-Erasmus-Stiftung (DES) und hätte an dem Abend eigentlich eine Vorstandssitzung gehabt. Die beiden ergänzten sich hervorragend. Als Überraschungsjoker hatten wir einen aufgeweckten Gymnasiasten, der frei von der Leber weg aus dem schulischen Alltag seiner Bildungsanstalt berichtete. Und zwar in einer Art, dass selbst ein alter Routinier wie Helmut Seifen nicht aus dem Staunen herauskam. Er, der Schüler, war es übrigens, der uns auf die Idee brachte, diesen Abend unter das Motto „Bildungskatastrophe“ zu stellen. Dabei rannte er bei mir offene Türen ein: Hatte ich mich doch schon vor Jahren in meinen Blogs dem Thema: „Politische Indoktrination im Schulunterricht und Bildungsmisere“ gewidmet: https://briefe-von-bernd.blog/page/2/?s=Manipulation

Ein Wehrmutstropfen: Es blieben im großen Vortragssaal des Freizeitzentrums doch noch einige Plätze frei. In diesen bewegten Tagen hat das Thema „Bildung“ offenbar nicht die höchste Priorität. Aber diejenigen, die dort waren, kamen voll auf ihre Kosten. Carlo Clemens präsentierte eine schonungslose Bestandsaufnahme des NRW-Schulsystems anhand des blanken Zahlenmaterials: Überlastete und frustrierte Lehrkräfte,  Unterrichtsausfälle, Aussteiger, überfällige Sanierungen, Gewalttaten. Das meiste wurde erst durch gezielte Anfragen der Landtagsfraktion offenbar.  Nicht nur das: Er präsentierte auch einen Maßnahmenkatalog wie wir Abhilfe schaffen können.

Nach einer kurzen Pause ging es mit einem Kontrastprogramm weiter: Unser Gymnasiast erzählte schier Unglaubliches aus der Unterrichtspraxis: Etwa wie von Linksgrün abweichende Meinungen radikal sanktioniert werden, bis hin zur Drohung mit der Psychiatrie. Da mussten alle, auch unsere beiden Referenten, erst einmal verschnaufen. Wir ahnten, dass es nicht gut steht um die politische Ausgewogenheit im schulischen Alltag. Aber das übertraf die schlimmsten Erwartungen.

Helmut Seifen erläuterte anschließend die geistesgeschichtlichen Entwicklungen, die über Jahrzehnte in Konsequenz zur gegenwärtigen Misere im Bildungssystem führten. Schon frühzeitig wurden mit den 68-ern die Weichen falsch gestellt. Das klassische Bildungsbürgertum hat die fatale Entwicklung schlichtweg nicht ernst genommen. Es bedarf nun einer gewaltigen Kraftanstrengung und eines langen Atems, um hier zu einer wirklichen Wende zu gelangen.  Denn die Adepten der 68-er, die schon vor langer Zeit falsch abgebogen sind, sitzen immer noch auf den verantwortlichen Position und halten an ihrer Ideologie eisern fest.

Trotzdem: Es gibt Hoffnung. Denn die miserablen Ergebnisse müssen letztendlich auch die Schläfrigsten wachrütteln.

Die Ratsfraktion bedankt sich mit Blumen

Fazit: Eine komprimierte Lehrstunde über unser Bildungssystem mit philosophischem Tiefgang. Die interessierten Fragen aus dem Publikum zeigten: Ja, die Lektion wurde verstanden. Ein herzliches Dankeschön an Carlo Clemens und Helmut Seifen!

Nicht zu vergessen: Ein Dankeschön auch an die Ratinger Polizei, die uns mit einer Einsatzgruppe freundlich begrüßte. Aber diesmal waren keine Störer zu sehen.  Es gab nichts zu tun.

Ergänzung:

https://briefe-von-bernd.blog/2013/06/29/das-pisa-komplott/

 

 

 

Kriminalpolizei bei der AfD in Ratingen

Fünfzehnter Februar, 19:30 Uhr. Ort des Geschehens: Das Freizeithaus in Ratingen. Kriminalhauptkommissar (KHK) Sascha Lensing gibt uns die Ehre. Um es abzukürzen: Es war der bislang unterhaltsamste Vortrag, den wir in Ratingen unseren interessierten Gästen präsentieren konnten. Das war die einhellige Meinung des Publikums. Denn KHK Sascha Lensing packte aus: Über seine Erlebnisse bei der Bekämpfung organisierter Kriminalität: Mit Scheckkarten, Handys, gefälschten Überweisungen, Drogenhandel, Hawala-Banking usw. Alles im großen Stil. In Kreisen, die sich in ihrer Ethnie abschotten und unter sich bleiben. Wo Dialekte gesprochen werden, für die es kaum geeignete Übersetzer gibt. Verblüffend: Das fehlende Unrechtsbewusstsein der Kriminellen. Vieles war in der unbefangenen Frische erheiternd, aber gelegentlich blieb einem das Lachen im Halse stecken.

Im Gegensatz zu sonstigen Veranstaltungen hatten wir diesmal nur geladene, uns persönlich bekannte Gäste zugelassen. Denn Sascha Lensing steht unter verschärfter Beobachtung. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Sein oberster Dienstherr würde ihn gerne loswerden. Denn Sascha ist AfD-Mitglied. Und bekanntlich hat Minister Herbert Reul die AfD zu seinem Hauptfeind erklärt. Nicht etwa Drogenhändler, Zuhälter, Messerstecher, Automatensprenger oder gar Terroristen: Nein, die Bekämpfung der AfD ist sein oberstes Ziel. Sagt er selbst. Unsere Vorsicht war berechtigt: Denn tatsächlich versuchten sich Fremde in den Vortrag einzuschleichen. Ein mutmaßlicher „Antifaschist“ hatte sich extra mit einem schlechtsitzenden Konfirmandenanzug kostümiert um Seriosität vorzutäuschen. Vergeblich: Auch ihn komplimentierten wir wie auch die anderen beiden Späher freundlich, aber bestimmt hinaus. Spitzel, die am Ende irgendeinen Blödsinn erzählen, wollten wir dieses Mal nicht dulden.

Besonders verstörend bei Saschas Vortrag: Die Geschichte von dem schlimmen Schicksal der dreizehn nigerianischen Zwangsprostituierten, die als junge Mädchen unter falschem Versprechen nach Deutschland gelockt wurden und durch mehrfache brutale Vergewaltigungen gefügig gemacht wurden. Dann wurden sie gezwungen ihre Körper im Bordell zu verkaufen um die Schulden bei „Madam“ abzustottern. Denn die Chefin des Ganzen war eine Frau, die auf einem prall gefüllten Geldkoffer hockte als sie verhaftet wurde. Die Täter wurden zu lächerlich geringen Strafen verurteilt.

Aber Sascha schilderte nicht nur unverblümt das, was ihm und seinen Kollegen so täglich widerfährt. Er präsentierte Lösungen wie man es besser machen kann. Das macht Hoffnung für die Zukunft.

Ein Thema am Rande: Die Disziplinierung der Polizisten durch die Politik. Klartext ist unerwünscht und kann die Karriere ruinieren. Es gibt Bücher zu dem Thema; ich selbst hatte an dem Abend exemplarisch Tania Kambouri (Deutschland im Blaulicht) und Rainer Wendt (Deutschland in Gefahr) empfohlen.

Sascha, herzlichen Dank für einen gelungenen Abend!

Blumen für Sascha Lensing. Überreicht vom AfD-Stadtverband

 

Correctiv in Ratingen

Ich war gespannt. In mehreren Lokalblättchen war die Veranstaltung SPD/Correctiv beworben worden. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Kerstin Griese hatte Marcus Bensmann, einen der maßgeblichen Strippenzieher der „Geheimplan-Affäre“, zur öffentlichen Talkshow mit Publikumsbeteiligung in das uns bestens bekannte Freizeithaus West nach Ratingen West eingeladen. Mir war sofort klar: Da muss ich hin!

Ich kannte Bensmann von früherer Gelegenheit. Wir waren 2018 anlässlich einer Veranstaltung der Rheinischen Post zur Medienstrategie gegen die AfD ins Gespräch gekommen. Ich hatte mich vorgestellt und als Interviewpartner angeboten. Bensmann schien interessiert und gab mir seine Visitenkarte. Meine späteren Versuche zur Kontaktaufnahme blieben allerdings allesamt unbeantwortet.  Erstaunlich, denn von Anfang an war die AfD die Zielscheibe von Correctiv. Zur Erinnerung: Im Februar 2013 wurde die AfD gegründet und schon im Dezember 2013 wurde Correctiv als Korrektiv zur AfD aus der Taufe gehoben.

So gegen halb sechs kam ich am FZH an. Obwohl mich einige aus der hiesigen Antifa-Szene erkannten blieb ich erstaunlicherweise den ganzen Abend unbelästigt.   Der Saal füllte sich zunehmend mit lokaler Politprominenz: Der Bürgermeister, eine Landtagsabgeordnete, rot-grüne Ratsmitglieder und natürlich die Truppe fürs Grobe bei Rot-Grün: Die Blunas, die uns regelmäßig belästigen. Langsam kennt man sich. Ein komischer Vogel, der uns besonders gern auf die Pelle rückt, suchte auch diesmal einen freien Platz in meiner Nähe. Einige mir vertraute AfD-Sympathisanten fanden ebenfalls sich im Saal. Insgesamt waren die älteren Semester in der Zuhörerschaft in der Überzahl. Das Publikum dürfte somit dem aktuellen Altersdurchschnitt der SPD-Mitglieder entsprochen haben.

Marcus Bensmann und Kerstin Griese

Um 18 Uhr ging es pünktlich los. Nach einer Begrüßungsansprache aus dem Munde der SPD-Abgeordneten, gespickt mit Lob auf die ruhmreiche Reporter-Vergangenheit des Herrn Bensmann in den gefährlichen Krisenherden dieser Welt, erhielt der Stargast des Abends das Wort. In erstaunlicher Offenheit berichtete er, wie das Komplott geschmiedet wurde: Etwa zur Jahresmitte 2023 kam man bei Correctiv überein, dass endlich etwas Größeres gegen die AfD unternommen werden müsste. Das deckte sich übrigens mit meiner seinerzeitigen Wahrnehmung der Medienlandschaft: Über einen längeren Zeitraum war über die AfD in den Medien so gut nichts berichtet worden in der hoffnungsvollen Erwartung, dass die ungeliebte Partei dadurch aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwinden und in die Bedeutungslosigkeit absinken würde. Dieser Traum zerplatzte, denn in der ersten Jahreshälfte 2023 erzielte die AfD enorme Zuwächse in ihrer Wählergunst. Also musste ein Strategiewechsel her. Plötzlich wurde über die AfD wieder (negativ) berichtet; Ihre Repräsentanten wurden in Talkshows eingeladen.

Bensmann erzählte: Man suchte ein Leak, also eine undichte Stelle bzw. eine offene Flanke bei der AfD um dann anzusetzen. Irgendwie bekamen Sie ein Einladungsschreiben für den Potsdamer Gesprächskreis, bei dem unter anderen drei AfD-Mitglieder teilnehmen würden, zu Gesicht. Und so reifte der Entschluss: Da machen wir was daraus! Ein Journalist quartierte sich ein; ein Boot wurde gemietet, es wurde eine Beobachtung vorbereitet. Gespräche wurden abgehört; wie nach Geheimdienstmanier wurden verschwommene Fotos durch die Fenster gemacht. Greenpeace habe konspirativ mitgeholfen. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Das Elaborat mit dem hochklingenden Titel: „Geheimplan gegen Deutschland“. Bensmann ließ bewusst im Unklaren wie man an die Gesprächsinhalte gekommen sei und berief sich auf „Quellenschutz“. Das sei journalistischer Ehrenkodex.  Der Tenor: Hier, in der Nähe (8 Kilometer Luftlinie) der historischen Wannseevilla, sei eine ganz große Sache verabredet worden, nämlich die Vertreibung von Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Von dem öffentlichen Echo nach der Veröffentlichung am 10. Januar sei man selbst „überrascht“ gewesen. Ein glattes Understatement. Denn wie inzwischen jedem klar sein dürfte: Das war eine konzertierte Aktion von NGOs, Politik und Medien, orchestriert und abgesegnet von höchster Stelle.

Endlich kam dann die Fragerunde. Als ich an die Reihe kam stellte mich die Gastgeberin als den „AfD-Vorsitzenden“ vor.  Man kennt sich eben von früher. Geraune im Saal. Mich interessierte nur eine Frage: Fielen bei dem Potsdamer Treffen die Worte „Deportation“ und /oder „Vertreibung“? Ja oder Nein?  Wie erwartet antwortete Bensmann ausweichend: Das Wort „Remigration“ sei gleichbedeutend mit massenhafter Vertreibung. Sein Kronzeuge: Eine Schrift des AfD-EU-Abgeordneten Maximilian Krah: Da sei von 25 Millionen die Rede, welche das Land verlassen sollen. (Ich kenne das Buch nicht; ich werde mich dazu äußern sobald ich mich über den Inhalt vergewissert habe. Abgesehen davon: Für uns als AfD ist das offizielle Parteiprogram das Maß aller Dinge) In dem Stil ging es weiter im Publikum. Für mich erschreckend: Viele der Anwesenden glauben tatsächlich an das vom politischen Gegner sorgsam gepflegte Narrativ der „massenhaften Vertreibung“, welche die AfD angeblich im Schilde führen soll. Als ich endlich noch einmal zu Wort kam versuchte ich die Gemüter zu beruhigen: „Niemand muss Angst haben von der AfD vertrieben zu werden! Die Ideen der identitären Bewegung sind kein Bestandteil des AfD-Programms. Die Identitären stehen unverändert auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD!“  Aber wie das in so einer Runde ist: Die auf dem Podium haben das stets letzte Wort. Noch etwas: Bensmann versucht, die Äußerungen eines Martin Sellner der AfD unterzujubeln. Der spricht nämlich über die „nicht assimilierten Staatsbürger“. Jeder würde hier sofort an Clan-Kriminalität und Parallelgesellschaften denken. Nicht so Marcus Bensmann. Nach seiner (Bensmanns) Lesart könnten damit alle Menschen mit Migrationshintergrund Opfer von Sellners Ideen werden.

Es gab auch einige kritische Fragen aus der Zuhörerschaft: Ob die vom Kanzler geforderte „Abschiebung im großen Stil“ nicht gleichbedeutend sei mit Remigration? Warum so viele hier sind, die man längst hätte abschieben müssen? Die angesprochene SPD-Staatssekretärin antwortete ausweichend sinngemäß: Man sei eben nicht allein in der Koalition, da gäbe es Partner, die hinderlich sind.

Fazit: Die Veranstaltung in Ratingen bespielte hauptsächlich die eigene rot-grüne Blase; und die ist abgeschottet und immun gegen Erkenntnisgewinn. Für uns ist inzwischen klar, dass das krampfhafte Beharren auf angeblich geplante „Vertreibungen“ und „Deportationen“ ausschließlich auf phantasievollen Hinzufügungen von Correctiv beruhen und eben nicht auf dem tatsächlichen Gesagtem. Von Medien und Politik wurden diese Kampfbegriffe indessen ebenso begierig aufgegriffen wie der völlig abstruse Vergleich mit der berüchtigten Wannseekonferenz, wo tatsächliche Entscheidungsträger des damaligen NS-Regimes über die Durchführung der mörderischen „Endlösung“ berieten und beschlossen. Nichtsdestotrotz wird der politische Gegner das einmal aus der Tiefe der NS- Klamottenkiste (Wannseekonferenz, Madagaskarplan) emporgeholte Instrument unbeirrt weiter bespielen wollen um Ängste zu schüren. Wir müssen dagegenhalten. Mit sachlicher Aufklärung und überzeugenden Argumenten.

Ratinger Krawallblatt: Rache im Roten Punkt

Ein Freund machte mich darauf aufmerksam: Unter der Überschrift: „Ratinger Dummenblatt“ schrieb er mir:

Ich dachte unwillkürlich zunächst an die Rheinische Post. Aber die war es nicht. Blieb nur noch das Wochenblatt. Dieser Papiermüll landet schon lange nicht mehr bei mir im Briefkasten, seitdem ich in Bierdeckelgröße unübersehbar das rote Warnzeichen angebracht hatte: „Ratinger Wochenblatt verboten!“

Tatsächlich: In der Online-Ausgabe und später an der Tanke fand ich den formatfüllenden Brüller: „Ulrich sinnt auf Rache“.

Nur zur Klarstellung: Niemand aus der Wochenblattredaktion hatte mich zuvor nach etwaigen Rachegelüsten interviewt. Ich hätte ohnehin keine Auskunft gegeben: Der Lügenpresse liefere ich keine redaktionellen Inhalte. Weder mündlich noch schriftlich. Die Schauergeschichten sollen sie sich schon selber aus den Fingern saugen; dafür werden die ja schließlich bezahlt.

Was war passiert: In der Ratssitzung vom 6.2. hatte das Altparteienkartell ein Pamphlet durchgesetzt, in dem wir als Partei und Personen auf gehässige Art und Weise diffamiert werden. Vergeblich hatte ich die anwesenden Ratsdamen und Herren noch vor der Abstimmung darüber informiert, dass dieses ganze Geschwurbel um „millionenfache Deportationen“, das von Correctiv absichtsvoll in die Welt gesetzt wurde, schon längst als ein einziges Lügengebäude entlarvt wurde. Apropos: Die Selbstdarstellung dieses Vereins als „Recherchenetzwerk“ ist in etwa ebenso zutreffend wie die Bezeichnung „Ehrenwerte Gesellschaft“ für die Mafia.

Ich hatte versprochen, diejenigen Ratsmitglieder, die der Versuchung nicht widerstehen konnten uns auf gehässige Weise zu diffamieren, künftig mit ihrer Missetat zu konfrontieren. Wer das als Bedrohung oder gar als Rachefeldzug versteht, dem ist nicht zu helfen. Etwaigen Strafanzeigen sehe ich ganz gelassen entgegen.

Nein, werte Ratskolleg:innen, seien Sie unbesorgt. Ich werde nicht mit Schaum vor dem Mund an der nächsten Straßenecke lauern um Rache zu nehmen. Ich warte nicht auf dem Marktplatz zum großen Show-Down wie Django im Italowestern. Das entspringt der blühenden Fantasie eines Genossen. Das Ratinger Anzeigenblättchen hat sich nicht entblödet, diese Schauergeschichte seinen Konsumenten brühwarm zu servieren.     (Bernd Ulrich)

Helft dem Marienkrankenhaus!

Die AfD in Ratingen unterstützt die öffentliche Petition zur Rettung des Marienkrankenhauses: https://www.change.org/p/petition-zur-rettung-des-st-marien-krankenhauses-in-ratingen-durch-einen-neuen-tr%C3%A4ger 

Bereits im Oktober hatte unsere Stadtratsfraktion einen öffentlichen Antrag dazu gestellt. Auf Wunsch der Stadtspitze und aller übrigen Fraktionen wurde dieser Antrag in den nichtöffentlichen Teil der  Sitzung verschoben.  Auch dort gab sich die Stadtspitze zugeknöpft. Inzwischen sind in populistischer Manier auch andere Parteien auf den Zug gesprungen. Bislang ohne Ergebnis. Durch das Mauern der Altparteien ist unser Antrag bis heute immer noch offen.

 

Ratinger Irrlichter

Es war eine illustre Gesellschaft am letzten Samstag in Ratingen, die da unter dem Deckmantel „Vereint gegen Nazis“ zu Felde zog. Eine typische „False-Flag-Operation“, denn in Wirklichkeit ging es gegen die demokratisch legitimierte Opposition, nämlich die AfD.  Was mich wunderte: Auch Bürgerunion und CDU hatten zu diesem Spektakel aufgerufen. Dabei sind die Organisatoren nicht gerade das, was man gemeinhin als ehrenhaft bezeichnen würde: Da ist etwa der Frontmann von der linken „Volkssolidarität“ mit dem Sowjetstern an der Mütze, zeitweilig ergänzt um das Emblem des kubanischen Castro-Regimes. Damit zeigt man seine innige Verbundenheit mit dem Sowjetkommunismus und diktatorischen Regimen. Dann noch die berüchtigten „Omas gegen rechts“, denen auch ein namhafter FDP-Politiker durchaus noch wohlwollend bescheinigte, „intellektuell überfordert“ zu sein.  Eine zutreffende Feststellung, der ich nicht widersprechen möchte. Zu guter Letzt war da noch der Spiritus Rector und Mäzen der „BluNa“- Aktivisten, ein gewisser Herr Mause, der seine politischen Gegner gerne als „Dreck“ oder „Dreckspack“ bezeichnet. Erstaunlich, daß sich die bürgerlichen Fraktionen Ratingens vor diesen fragwürdigen Karren spannen lassen. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Der Zweck heiligt die Mittel. Es geht um Macherhalt und Meinungsherrschaft. Für mich steht BluNa als Akronym für „Blöde und Nazis“.  Nicht etwa, dass ich diese unterbelichteten Burschen als Nazis bezeichnen würde. Die wissen gar nicht was Nazis sind. Aber bei der Bekämpfung unliebsamer Meinungen wenden sie die gängigen Nazi-Methoden an: Diffamierung, Diskreditierung, Einschüchterung. Eben das volle Programm, wie es auch die Stasi im Werkzeugkasten hatte. Und wenn da Pappschilder hochgehalten werden mit der Bemalung: „Keine Toleranz für Intoleranz“, dann bemerken die Mitläufer nicht einmal den makabren Sarkasmus in dieser Botschaft.  Denn genau dort hatte sich die geballte Intoleranz versammelt.  Vor der Kirche Peter und Paul. Am letzten Samstag.

Zur gegenwärtigen Hetzkampagne: “Vertreibung und Deportationen”

 Liebe Mitbürger,

die AfD in Ratingen wendet sich in aller Schärfe gegen die gegenwärtige verleumderische Hetzkampagne gegen unsere Partei. Es ist beschämend, dass nicht nur die Altparteien, sondern auch viele Medien einschließlich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie Elemente der Zivilgesellschaft bei diesem widerlichen Spektakel aktiv mitwirken und somit zu Tätern werden. Wir, der Stadtverband als auch die Ratsfraktion, haben hierzu schon vor Tagen ausführlich Stellung bezogen:

https://alternative-ansichten.com/2024/01/15/der-medienskandal-um-deportationen-und-vertreibungsplane/

Unsere Vorsitzende, Frau Alice Weidel, hat in ihrer Pressekonferenz die passenden Worte dazu gefunden: https://www.afd.de/

Wir erleben gegenwärtig den größten Medien- und Politskandal der Bundesrepublik seit ihrer Gründung. Und das nur zu einem einzigen Zweck: Einer unbequemen Opposition den Garaus zu machen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger Ratingens: Lassen Sie sich nicht irre machen! Gehen Sie diesen dreisten Lügnern nicht auf den Leim. Und an alle unsere rechtschaffenen Mitbürger mit ausländischen Wurzeln: Sie haben von der AfD nichts, aber auch gar nichts zu befürchten! Weder jetzt noch in der Zukunft! Bangemachen gilt nicht! Merke: Jeder, der willens und fähig ist, zum Wohle dieses Landes beizutragen, ist hier herzlich willkommen!

Ihr Bernd Ulrich für Stadtverband und Fraktion

Erklärung der AfD in Ratingen zur Umwandlung des Mercure-Hotels in eine Flüchtlingsunterkunft

Liebe Mitbürger in Ratingen,

Viele waren durch Zeitungsmeldungen  über die bevorstehende Umwandlung des Mercure-Hotels in Breitscheid in eine Flüchtlingsunterkunft vor einigen Tagen überrascht und geschockt: https://www.brd.nrw.de/presse/pressemitteilungen/mercure-hotel-ratingen-wird-zentrale-unterbringungseinrichtung-fuer   Tatsächlich pfiffen es schon seit Monaten die Spatzen von den Dächern, dass sich da etwas anbahnt. Die Ratsgremien waren bereits seit Monaten damit befasst; die Verträge sind nun unterschrieben. Die Kosten werden vom Land NRW erstattet.

Die Haltung der AfD zur ungeregelten und irregulären Immigration in unser Land ist sattsam bekannt. Die Weichen für den weiterhin ungebremsten Zustrom wurden und werden in Berlin gestellt. Eine Besserung ist von der jetzigen Ampelregierung nicht zu erwarten. Ausbaden müssen es bekanntlich die Kleinen, nämlich die Gemeinden auf der untersten Ebene. Die Kommunen haben kein Mitspracherecht bei der Zuteilung der Flüchtlingsströme, sie müssen einfach damit fertig werden. Da wird von oben nach unten durchregiert.

Bei näherer Betrachtung ist die jetzt geplante Unterkunft für Ratingen noch das geringste Übel von allen. Sie liegt nicht in direkter Nähe von Wohngebieten, so dass unmittelbar lediglich die beiden angrenzenden Hotels betroffen sind. Die Anzahl der künftigen Bewohner wird auf das Kontingent, das Ratingen an Zuwanderern verkraften muss, angerechnet. Das schafft Luft an anderer Stelle. So ist der Umbau der Gebäude an der Gothaer Straße zu Flüchtlingsunterkünften vorläufig vom Tisch. Es hätte den ohnehin gebeutelten Stadtteil Ratingen-West sowie die städtischen Finanzen zusätzlich belastet. Das mag ein kleiner Trost sein. – Wir werden die weitere Situation, insbesondere die sich ergebende Sicherheitslage, genau im Blick behalten. Wir sind dabei auf die Mithilfe und Hinweise unserer Mitbürger angewiesen. Bitte informieren Sie uns.  Bei uns brauchen Sie keine Befürchtung zu haben, dass Ihre Hinweise in falsche Hände geraten oder Ihnen gar zum Nachteil gereichen.

Im Namen der Fraktion und des Stadtverbandes, herzliche Grüße, Ihr

Bernd Ulrich

„Sicherheit und Selbstschutz“ in Ratingen West

Noch nie hatten wir ein so volles Haus wie am Montag in Ratingen West: Klar:  GSG9 ist ein Publikumsmagnet. Mit Stefan Hrdy hatten wir einen Veteranen des legendären Kommandounternehmens von Mogadischu, als Passagiere und Besatzung des Lufthansafliegers „Landshut“ aus der Gewalt palästinensischer Terroristen befreit wurden, bei uns zu Gast. Viele hatten sich angemeldet, noch mehr sind gekommen. Der Hausmeister öffnete für uns zusätzlich einen Seitenflügel des großen Saales, so dass doch jeder noch einen Sitzplatz ergattern konnte.Der Abend des 18. Dezember stand unter dem Motto: Sicherheit, Selbstverteidigung und Waffenrecht und sollte besonders Frauen als Zielgruppe ansprechen. Aber natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, erst einmal die dramatischen Momente aus den Jahre 1977 Revue passieren zu lassen. Mit überraschend kühler Sachlichkeit und der ihm eigenen Bescheidenheit schilderte Stefan den Sturm auf das Flugzeug, die Ausschaltung der Terroristen und die Evakuierung der Passagiere. Alles musste sehr schnell gehen, in jeder Sekunde konnte ein Sprengsatz der Terroristen explodieren. Stefan: „Ich habe nur meinen Job gemacht. Professionell wie wir es geübt hatten. Nichts besonders.“ Eine interessante Beobachtung teilte er uns mit: Das „Stockholm-Syndrom“ bei befreiten Passagieren.  Die extreme psychische Belastung bei den Geiseln hatte temporär Bewusstsein, Wahrnehmung und Orientierung verändert.  Es bedurfte eines kräftigen Trittes, um einige der schockstarren Passagiere ins Freie zu befördern.

Um fehlgesteuertes Bewusstsein, nämlich um gezielte Frühsexualisierung von Kindern in Kitas, ging es auch beim Vortrag von Andrea Hrdy.  Sie informierte über die Arbeit und die Aktionen der von ihr ins Leben gerufenen informellen Frauengruppe innerhalb unserer Partei, die sich besonders gegen eine amtlicherseits oktroyierte Sexualpädagogik in Kitas und Grundschulen richtet.  Die Erfahrung zeigt, dass eine rein weibliche Besatzung an Infoständen vom Publikum bei diesen Themen als glaubwürdig und authentisch wahrgenommen wird.

In der zweiten Hälfte des Abends erzählte uns Stefan zunächst von einer interessanten Begebenheit, nämlich wie der Verfassungsschutz mit unlauteren Mitteln versucht Spitzel aus den Reihen der AfD anzuwerben. In dem konkreten Fall allerdings ohne Erfolg. Nach diesem kurzen Einschub ging es dann zur Sache: Stefan klärte uns über geeignete Techniken bei der Selbstverteidigung und die rechtlichen Rahmenbedingungen auf: Engagiert, lebhaft und an praktischen Beispielen. Manches davon dürfte für die meisten neu und überraschend gewesen sein; entsprechend lebhaft verlief die Diskussion.

Für uns und unsere Gäste war es wieder ein gelungener Vortragsabend in Ratingen mit breiten Erkenntnisgewinn. Der Letzte in diesem Jahr. Eine tolle Sache, so lautete das einhellige Echo.  Ein herzliches Dankeschön an Andrea und Stefan Hrdy! – Zum Schluss gab es noch eine kleine vorgezogene Weihnachtsbescherung: Wer wollte, der oder die konnte einen handlichen Taschenalarm mitnehmen. Speziell nützlich für Frauen, wenn sie bedrängt werden und auf Hilfe benötigen.

Frohe und friedliche Weihnachten wünscht Ihnen Ihr   Bernd Ulrich

 

Nichts mehr übrig für die Ratinger Tafel

Schade. Aber alle unsere Schoko-Nikoläuse fanden wirklich reißenden Absatz bei unserem Infostand am Ratinger Marktplatz. Nicht ein einziger blieb zurück. In früheren Jahren hatten wir immer die Restbestände zur Ratinger Tafel gebracht und den Helferinnen dort damit eine Freude bereitet. – Es lag wohl auch am trockenen Wetter, dass der Ratinger Marktplatz am Morgen so gut besucht war. An diesem Tag ging es darum gute Laune zu verbreiten: Das Zehn-Punkte-Sofortprogramm der AfD, mit dem wir sofort starten könnten um das Land wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Wie schon am Samstag zuvor freuten sich die Passanten uns zu sehen. Positiv: Immer mehr junge Menschen zeigen aufrichtiges Interesse.  Auch manche Taschenalarme, die wir extra für den „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ beschafft hatten, fanden wiederum dankbare Abnehmerinnen.

Eine Anekdote: Erst ganz zum Schluss; wir hatten das meiste schon eingepackt, kam doch noch ein merkwürdiger Zeitgenosse zu uns an den Stand. Mittleren Alters, gepflegte Erscheinung, aber politisch offenbar bis in die Haarspitzen ergrünt. Der Mann ärgerte sich einfach über unsere bloße Existenz und versuchte durch provokante Sprüche seiner schlechten Laune Luft zu machen. Was wir denn zu bieten hätten?  Ich verwies auf unser ausliegendes Programm. Aber er wollte nicht lesen, sondern einfach stänkern. Z.B. Energiepolitik: Dienstwagen, die sind doch ganz schlimm. Das „Dienstwagenprivileg“ sollte sofort abgeschafft werden. Ich fragte ihn, ob er mir dieses „Privileg“ denn erklären könnte. „Steuererleichterung“, so tönte es überzeugt, aber völlig falsch zurück. Geduldig versuchte ich ihm die Dienstwagenregelung, die in Wirklichkeit mit einer erheblichen Steuerbelastung für den Fahrer einhergeht, zu erklären.  Aber wie das so ist, bei den Grünen kann man sich den Mund fusselig reden, es bringt nichts. Kernkraft: Ganz schlimm, wohin mit dem strahlenden Müll? Ich fragte, ob er schon mal was von dem neuen Typus des Dual-Fluid-Reaktors gehört hätte? Nein, hatte er natürlich nicht. Ich bot ihm an, entsprechendes Informationsmaterial zuzuschicken. Das empfand er dann als übergriffig und grummelnd zog er von dannen. Naja, man kann nicht alle Grünschnäbel bekehren. Frei nach dem Motto: „Wozu denn nachdenken, wenn ich doch eine Meinung habe!“– Aber davon mal abgesehen: Es war ein wirklich schöner Tag. Darin waren wir uns alle einig. – Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer!