Es ist was ganz Besonderes, wenn die Lokalredaktion der Rheinischen Post unsere hiesige Ratsfraktion erwähnt. Denn seit zwei Jahren veröffentlicht diese Postille keine einzige unserer Ratinger Pressemitteilungen. Nur dann, wenn es was zu stänkern gibt, werden wir erwähnt. So etwa die Nachricht, dass die Bürgerunion mich Anfang 2024 angezeigt hatte. Dass dieselbe Bürgerunion mit dieser Anzeige krachend Schiffbruch erlitten hat: Das war den Rheinischen Meinungsmachern keine Zeile wert.
Diesmal sind es SPD-Genossen, die uns ins Gespräch bringen. Genauer gesagt: Eine gewisse Frau Griese, Ihres Zeichens SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretärin, zum anderen ein Herr Kutschaty, ehemals SPD-Justizminister in NRW und derzeit Wanderprediger in Sachen AfD-Verbot. Beide schwärmen vor Publikum in einer Ratinger Kneipe von dieser Idee. O-Ton: Die Folge wäre, so die Einschätzung der meisten Juristen, dass der Block mit den 151 AfD-Bundestagsabgeordneten leer bliebe. „Das gilt auch für den Landtag und den Ratinger Stadtrat.“ Ende des Zitates. Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-kerstin-griese-und-thomas-kutschaty-im-gespraech_aid-139594683
Schade, dass ich bei diesem eigentümlichen Stelldichein der Genossen des im städtischen Eigentum befindlichen Ratinger Bürgerhauses am Marktplatz nicht mit dabei sein konnte. Aber die am gleichen Tag angesetzte Sitzung des Kreistages, wo ich die Ehre habe, unsere Partei als Abgeordneter zu vertreten, dauerte einfach zu lange. Dabei hatte ich schon früher das zweifelhafte Vergnügen, den denkwürdigen öffentlichen Zwiegesprächen der Ratinger SPD-Frontfrau beizuwohnen. So etwa hier: https://briefe-von-bernd.blog/2017/03/23/hassbotschaften-falschmeldungen-und-unwissenheit-bei-spd-genossen/ Da wurde dreist gelogen dass sich die Balken bogen. Das Duett mit Correctiv-Bensmann im Frühjahr 2024 ist in die gleiche Kategorie einzuordnen: https://afd-ratingen.com/correctiv-in-ratingen
Ich hatte Freunde gebeten, sich doch das Schauspiel am Abend des 20.11. anzuschauen um dann darüber zu berichten: Ein fünfköpfiges Fernsehteam des WDR sei die ganze Zeit vor Ort gewesen und habe mit Zuhörern aus dem Publikum Interviews geführt, u.a. auch mit unseren Parteigängern. Logisch, dass deren kritische Anmerkungen nicht im Fernsehen übertragen wurden. Aber zunächst begrüßte Frau Griese überschwänglich ihre treueste Gefolgschaft: Die berüchtigten „Omas gegen rechts“: https://briefe-von-bernd.blog/2023/08/17/die-omas-gegen-rechts-sind-intellektuell-uberfordert/ . Wie mir weiter berichtet wurde, ging es nach gegenseitiger Lobhudelei natürlich los mit der Stänkerei gegen die AfD. So unerträglich, dass es unsere Freunde nach einer halben Stunde nicht länger auf den Sitzen hielt und sie den Saal verließen.
Insgesamt muss der Erkenntnisgewinn dieser Griese-Kutschaty-Veranstaltung nicht wirklich überzeugt haben. Der WDR, der stundenlang vor Ort war, brachte auf Westpol nur einige Sekunden aus dem Schauspiel. Die RP-Redakteure brauchten allerdings eine ganze Woche um ihre dürre Reportage zu Papier zu bringen. Bei echten Sensationen geht es deutlich schneller. Aber hier wurde nur die sattsam bekannte rot-grüne Hausmannskost serviert. Eben das Übliche.
In diesem Staat mit seinem skrupellosen Parteienkartell an der Regierung halte ich inzwischen nichts mehr für unmöglich. Nicht schwätzen, sondern handeln sollte die Devise sein. Und wenn sich diese Herrschaften so sicher sind, dann sollen sie doch endlich den Verbotsantrag stellen. Gegen die inzwischen nach Umfragen stärkste Partei in diesem Land. Aber eines brauchen wir von den schwarz-rot-grünen Genossen nicht zu erwarten: Irgendeine Art von Selbsterkenntnis, wohin deren desaströse Politik dieses Land geführt hat. (Bernd Ulrich, Illustration: Rheinische Post vom 28.11.2025)


