Info-Stand in Ratingen 15.August

Stand Ratingen 15.August

Unser Info-Stand letzten Samstag am Ratinger Markt war stressfreier als in der Woche zuvor: Zum einen hatten wir mehr Helfer, zum anderen war die Hitze erträglicher geworden und wir hatten  neues Info-Material zur Kommunalwahl. Wie üblich, waren wir als erste am Platz. So hatten wir keine Schwierigkeit, uns mit unseren Tischen, Sonnenschirm und Kundenstopper auszubreiten. So gegen 9 Uhr wurden die Marktbesucher zahlreicher; das Publikumsinteresse war Dank der gemäßigteren Temperatur etwas intensiver als am Wochenende zuvor.  Durch die verordnete Maskenpflicht für die Marktbesucher war allerdings die Kommunikation vielfach eingeschränkt.

Links von uns (durchaus wörtlich zu nehmen) bahnte sich eine interessante Konstellation an: Da besetzte nämlich DIE PARTEI, die Blödelvereinigung des Martin Sonnenborn, neben uns den Platz. Zunächst machte sich einer der Aktivisten demonstrativ mit einigen Kartons in Hockstellung breit. Dann trudelten seine Kumpane in merkwürdiger Uniformierung ein. FDP und CDU, die sonst den Platz einnahmen, nahmen  es mit Widerwillen zur Kenntnis. Aber so ist es in Ratingen: Politische Informationsstände brauchen nicht angemeldet zu werden, wer zuerst kommt, der mahlt zuerst.

Ein Wort zu diesem merkwürdigen Club: Den meisten werden die sinnentleerten, pubertären Sprüche dieser angeblichen Spaßpartei auf Plakaten im Stadtgebiet und an den Straßen bereits aufgefallen sein.  Aber Vorsicht: Hinter der Maskerade von Satire versteckt sich eine  knallharte linksextreme Agenda. So gehörte denn dieser Verein auch zum Chor derjenigen, die bei unserer Versammlung  im Februar vor dem Freizeithaus West lautstark herumpöbelten.  Und der Häuptling dieser Truppe, der ehemalige Titanic-Schreiber Martin Sonnenborn, entblödete sich vor einigen Wochen in aller Ernsthaftigkeit mit der Forderung nach ein Fernseh-Auftrittsverbot für das Ratinger Humorgewächs Dieter Nuhr!  Das muss man sich erst einmal vergegenwärtigen: Da verlangt ein (angeblicher)  Satiriker Berufsverbot für einen Kollegen!

Aber Achtung:  Dieser Laden erfüllt eine ernst zunehmende Mission:  Denn „ DIE PARTEI“ soll mit ihren skurrilen Parolen das Gros der unpolitischen jugendlichen  Nichtwähler ködern, die das ganze pubertäre Gehabe womöglich  als ebenso „cool“ empfinden wie das rhythmisch-unmelodische Gestammel von gerade angesagten Rappern. Bei Wahlergebnissen liegt dieser Verein regelmäßig bei einem bis zwei Prozent. Gelegentlich aber mit fatalen Folgen: In Düsseldorf wurden vor Monaten mit gerade Mal einer Stimme Mehrheit im Stadtrat die „Umweltspuren“ eingeführt.  Der Vertreter von „DIE PARTEI“ gab den Ausschlag bei der schicksalsschweren Abstimmung. Denn die damit provozierten Verkehrsunfälle, die durch die bis zur Autobahn reichenden Rückstaus verursacht  wurden, kosteten bereits Menschenleben.  Und da hört der Spaß endgültig auf! – Meine Vermutung: Dieser merkwürdige Club wird auch irgendwo aus einen öffentlichen Topf unter dem Etikett „Kampf gegen rechts“ gesponsert. Siehe dazu deren Ratinger Wahlkampfmaterial:

Verteiltes Wahlkampfmaterial: 15.8.2020

Die Sprüche, welche die „Grünen“ ein paar Meter weiter verteilten, sind indessen auch nicht geistreicher als die Absonderungen der uniformierten PARTEI-Soldaten:

Grünes Wahlkampfmaterial

Zurück zu unserem Stand: Viel Zuspruch und wiederum ein schöner Erfolg. Am 29. August sind wir wieder da!     Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer!

7 Antworten auf „Info-Stand in Ratingen 15.August“

  1. “ Aber Vorsicht: Hinter der Maskerade von Satire versteckt sich eine knallharte linksextreme Agenda.”

    😂😂😂

    Wie wäre es mit “hinter der bürgerlichen Fassade versteckt sich eine knallhart rechtsextreme Agenda”?

    1. Hallo Martin,
      schön, daß Du in der erhabenen Metropole Brüssel auf unser beschauliches kleines Ratingen aufmerksam geworden bist. Du hast recht: Ich vertrete tatsächlich das Rechtsstaatsprinzip etwas extremer als die selbsternannte Eliten- und Tierschutzpartei. Aber warum so bierernst? Mal unter uns: Euer Wahlslogan „Nazis töten!“ ist doch ein Imperativ, in dem das Substantiv im Akkusativ steht?

          1. …wir wissen ja, dass Sie irgendwie bei den ganz alten Sachen hängen geblieben sind. Aber als Mathematiker sind Ihnen einige Feinheiten der deutschen Sprache wohl verwehrt geblieben.

            „Nazis töten.“

            Dies ist ein Satz aus einem Subjekt („Nazis“) und einem Prädikat („töten“). Man nennt dies einen einfachen Aussagesatz. Erst mit dem „!“ würde daraus ein Imperativ.

            „Du sollst nicht töten.“

            Hier reden wir nun von einer komplett anderen Satzkonstruktion – was auch dem Laien schon anhand der Anzahl der Wörter klar werden sollte 🙂

            Das hier verwendete Modalverb „sollen“ verändert dabei den Charakter des Vollverbs „töten“. Vereinfacht: Das „sollen“ übernimmt die Funktion des „!“.

            Um bei Moses zu bleiben:

            „Du sollst Nazis töten.“ wäre auch ohne Ausrufezeichen außerhalb eines Quentin Tarantino Filmes eine nicht angemessen Aufforderung und wäre genauso abzulehnen wie „Nazis töten!“. Letzteres wäre in der Form aber ein sehr einfaches Sprachmuster, was sich – unabhängig vom Ihhalt – in der Art wohl eher bei biergefüllten Besuchern eines Rechtsrock-Festivals finden lassen dürfte.

  2. Lustige Überleitung zum Bier. Nennen sich „Die Komiker“ jetzt Konrad Duden, weil der Papst ihnen nicht reicht? Oder mutieren sie lieber zu „Die Realos“, um endlich ernst genommen zu werden. Sprachliche Finessen können sie jedenfalls raushauen. Für den Einstieg in die Kulturrevolution sind diese Zutaten die Sülze, die fortan Ratingen umschwabbelt. Der Lange Marsch braucht Nahrung.

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