Alter schütz vor Torheit nicht: Linke Omas

In Ratingen ist dieser Verein noch nicht aufgetreten, aber in bei den Freunden in Hilden sorgten sie letztens für unmelodische Dissonanzen: Die Omas gegen Rechts. Unser Freund schrieb mir dazu:

Auch wir hatten am Samstag an unserem Infostand in Hilden ein ‚Erlebnis der besonderen Art‘: Der neu gegründete „Verein“ ‚Omas gegen Rechts‘ (s. die Wahlversammlung der Düsseldorfer AfD im Hildener Rathauscenter) brachte uns ein Ständchen mit der Melodie „Freude, schöner Götterfunken…“. Leider wurde Beethovens ergreifende Hymne aus seiner 9. Sinfonie mißbraucht für ihr Gezeter, wir Hildener AfD’ler (explizit!) seien Nazis, Fremdenfeinde, Rassisten und Feinde der Demokratie. Ein klärendes Gespräch war leider nicht möglich. Immerhin nahmen zwei Mitglieder unsere Broschüre ‚Was Sie immer schon über die AfD wissen wollten…‘ entgegen. Ob aber diese verklebten Hirne hiermit etwas anfangen konnten, entzieht sich meiner Kenntnis.“

Gemeinhin spricht man ja von der Weisheit des Alters. Gelegentlich ist aber auch umgekehrt.  Dann bricht sich ein Infantilismus Bahn, gepaart mit verstockter Ignoranz und einem Hang zur Selbstdarstellung. Die auf den Bild auftretende Frauenmannschaft mag zwar schon etwas betagt sein, aber die Zeit des Nationalsozialismus haben sie garantiert nicht mehr bewußt  erlebt. Dann würden sie sich nämlich nicht für diesen Blödsinn hergeben. Und sich eher im Sinne ihrer Enkel für das Programm der AfD verwenden.

Mir fielen diese merkwürdige Truppe schon damals in Mettmann auf. Ich hatte seinerzeit im Februar unter dem Titel: „Mettmann, Neandertalhalle“  notiert:

Wenn man keine großen Erwartungen hegt, dann wird man auch nicht enttäuscht. Von daher war die kärgliche Vorstellung in Mettmann am 4. Februar auch keine wirkliche Überraschung. Nein, ich meine nicht den Vortrag unserer Abgeordneten in der Stadthalle. Der war anspruchsvoll und hochkarätig. Nein, mit der müden Performance meine ich den schwachen Auftritt der Mettmanner Buntblödel vor der Halle. Allein die Geräuschkulisse wie Pfeifen, Schreien, Grölen und Beschimpfungen erfüllte das, was man gemeinhin von diesen Verirrten erwartet.  Obwohl: Auch da musste ich erst etwas anfeuern, damit Lautstärke und  Stimmlage etwas höher wurden. Die Plakate hingegen waren eher dürftig. Da hätte ich mir mehr bunte Vielfalt auf der Pappe und originellere Sprüche auf Bändern und Schildern gewünscht. Am besten gefiel mir noch: „Nazis auf den Mond, weil da keiner wohnt“. Geht in Ordnung, allerdings sollten da Salafisten, Dschihadisten, Vergewaltiger, Brandstifter, Militante  und kriminelle Clans gleich mit auf die Reise gehen.  Und natürlich auch die, die Nazimethoden anwenden, wie etwa Einschüchterung und Verängstigung politisch Andersdenkender. Ob da noch viele vom „Bunten Bündnis“ übrigbleiben würden?  Wenig originell waren auch die großformatigen  Plastikplanen mit dem Slogan  „no racism in ME“.   Warum dasselbe nicht auf Deutsch? Nach meiner Wahrnehmung waren nämlich keine ausländischen Beobachter vor Ort. Ansonsten kann man auch diesem Spruch  bedenkenlos zustimmen. Wobei wir uns als AfD auch gegen den Rassismus wenden, der sich gegen jene Bevölkerungsgruppe, für die Cem Özdemir den Begriff „Biodeutsche“ geprägt  hat und die im Sprachgebrauch von Frau Merkel als „die schon länger hier Lebenden“ bezeichnet  werden, richtet.      

 Einen skurrilen Farbtupfer in der Menge der Krakeeler bildeten die „Omas gegen rechts“. Hier bewahrheitete sich der Spruch: „Alter schützt vor Torheit nicht“.  Ausgerechnet jene  grauhaarigen Damen, die vom WDR  als „alte Umweltsäue“ oder nach Meinung einzelner Bediensteter auch mal als „alte Nazisäue“   verunglimpft werden, lassen sich von Rot-Grün instrumentalisieren? Dümmer geht’s nimmer.

 Ein dickes Dankeschön gebührt  der  freundlichen Polizei, die den Mob auf Abstand hielt. So kamen wir alle unversehrt in die Halle. Da ging das bunte Treiben zunächst weiter. Denn einige der rot-grünen FfF-Kids hatten sich zwischen die Zuhörer gemischt.  Diese Störer machten meiner Zuschreibung „Quietschies“ alle Ehre: Gleich zu Anfang der Veranstaltung gaben sie Geräusche von sich, die keiner menschlichen Kommunikation zuzuordnen waren. Nachdem wir uns diese Dissonanzen eine Weile angehört haben, wurden die Krakeeler von unserem freundlichen Sicherheitsdienst hinaus begleitet.  Einige Bunte haben aber still in der letzten Bank bis zum Ende der Vorträge durchgehalten. Zu den referierten Themen wie Rentenkonzepte, Gesundheitssystem und Medienpolitik stellten sie keine Fragen. Möglicherweise war die Kost zu anspruchsvoll. Aber beim Thema „Islam“ wurden sie lebendig. Nach Verweis auf den Wortlaut unseres Grundsatzprogrammes: „Viele Muslime leben rechtstreu sowie integriert und sind akzeptierte und geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft“ waren sie zufrieden.  Allgemeine Heiterkeit kam allerdings auf, als jemand von den jungen Leuten die Meinung vertrat, daß türkische Gastarbeiter unser  Land nach dem Krieg wieder aufgebaut hätten. Weiß Gott, wer denen diesen Floh ins Ohr gesetzt hat. Die Jugendlichen können nichts dafür. Es sind Kollateralschäden jener Bildungskatastrophen, die uns die Altparteien eingebrockt haben. – Gerne hätten wir noch weiter mit  den Bunten beim Büffet diskutiert. Aber da waren sie schon weg.  Schade.

 Bedauerlich, daß sich doch einige politisch Interessierte von der Drohkulisse draußen abschrecken ließen. Spießrutenlaufen, was nach rot-grüner Auffassung zu deren Demokratieverständnis gehört, ist eben nicht  jedermanns Sache.  Gerne hätte ich noch ein paar Fotos von der Randale gemacht. Aber sobald ich die Kamera zückte, blendeten die „Bunten“ mit dicken Scheinwerfern. Schade. Wer einen kleinen Eindruck von der Szene haben will, der kann hier stöbern https://taeglich.me/wp-content/media/2020/02/DSC_0030.jpg

Soweit der damalige Bericht. Bleibt zu hoffen, daß die Omas mal unser Programm zur Hand nehmen und sich das in aller Ruhe frei von fremden Einflüsterungen zu Gemüte führen.

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